JEU DE CHIFFRES 2 Trio 1 (1998) 30' [demo] Xmp3
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| 19.09.1998 UA | Version
für Saxophon, Schlagzeug & Klavier Volkshochschule Braunschweig (ensemble mosaik: Martin Losert, Altsax. - Ernst Surberg, Klv. - Claudia Sgarbi, Schlgz) |
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| 03.10.1999 UA | Version
für Flöte, Trompete & Klavier 2:13 Club Festival der Gegenwartsmusik, Theater Forum Kreuzberg Berlin (ensemble mosaik: Bettina Junge, Fl - Ernst Surberg, Klv - Axel Dörner, Tr) |
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| 29.10.2001 UA | Version
für Streichtrio Konzertreihe andere saiten, Kunstraum Düsseldorf (Ensemble Q-O2 Brüssel: Hélène Lieben, Vl - Julia Eckhardt, Va - Claire Goldfarb, Vc) |
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| 22.02.2002 UA | Version für Streichtrio Tage für Neue Musik, Städtische Akademie für Tonkunst Darmstadt (Ensemble Q-O2 Brüssel: Paul Pankert, Vl - Julia Eckhardt, Va - Claire Goldfarb, Vc) |
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| 26.05.2002 UA | Version
für Bläsertrio Weiss-Frühjahrs-Kollektion der WEISS Kunstbewegung Berlin, Schliemannstr. 31 (ensemble mosaik: Bettina Junge-Fl / Simon Strasser-Engl. Horn / Christian Vogel-Klar) |
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05.09.2003 UA
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Version
für Klaviertrio Ensemble elole Dresden (Uta-Marie Lempert-Vl, Matthias Lorenz-Vc, Stefan Eder- Klav) |
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Programmnotizen JEU DE CHIFFRES 2 TRIO1 für Violine, Violocello und Klavier (1998/2003) ist die Ausarbeitung einer Trioversion von drei Solostücken. Jedes Solostück für sich ist wiederum die Ausarbeitung einer Version von JEU DE CHIFFRES 2 für ein Soloinstrument/ Singstimme von 1991. Gemeinsam ist allen Soli, daß sich in ihnen immer einzelne Klänge und Pausen abwechseln. Die Instrumente spielen meist in sehr hohen oder sehr tiefen Lagen. Tonhöhen und Dauern sind innerhalb bestimmter Grenzen zufällig. Das zeitweise Aufscheinen plastischer Gestalten im ungerichteten Verlauf spekuliert auf die Erzeugung einer Art struktureller Interferenz, einer Schwebung zwischen beziehungsstiftender Erwartung und ungerichteter Aufmerksamkeit. Die Trioversion organisiert die Präsenz der Soli am selben Ort, gleichzeitig oder nacheinander, im gemeinsamen Zeitrahmen. Stefan Streich, Sept. 1998 Zu Diese Musik gehört zu einer Serie von Stücken, die einzig durch eine immer wieder anders insze-nierte Vorstellung verbunden sind: die Verselbstständigung eines Schwebezustandes zwischen Setzung und Zufall. Dazu gehören Fragen wie: Welche Funktion erfüllt Funktionalisierung? Was ist erfüllte, was entleerte Musik? Gar: was ist Musik? Kann man von Musik schon deshalb sprechen, weil Klänge auf einem als Musikinstrument bekannten Möbelstück produziert werden, und gar im Ritual "Konzert" zu hören sind? Weil also die Rahmenbedingungen kulturelles Gemeingut sind? Oder andersherum und einfacher: Wann hört ein Musikstück auf musikalisch zu sein? Die JEU DE CHIFFRES - Stücke sind ein Forschungsprojekt, der Versuch, das Musikalische gegen Null zu schrauben, also eine Art Abbild von Musik zu erzeugen. Was passiert, wenn ich beim Komponieren versuche weder dramatisch, noch strukturell im Sinne einer wie auch immer gearteten Architektur von Folgerichtigkeiten zu denken. Was entsteht, wenn ich lediglich einen Rahmen schaffe, in dem Musikelemente aufeinandertreffen können und auf diese Weise die unterschiedlichsten Bezüge und musiksprachlichen Partikel entstehen, ohne daß sie einer ihnen angemessen scheinenden Logik folgen müssen, es aber durchaus können. Der Gebrauch von Zufallsoperationen und die Reduktion auf wenige einfache und klare Klang- und Strukturelemente bot mir die Möglichkeit, die Musik im Bereich zwischen der Artikulation und Vermittlung eines kompositorischen Willens und dem zufälligen Entstehen unterschiedlichster Klänge, Gestalten, Verläufe anzusiedeln. Mein erstes Interesse war es also nicht Musik als Musik herzustellen (schon deshalb nicht, weil ich plötzlich nicht mehr genau wußte, was das sein sollte), sondern eher wollte ich mit Bedeutungen und ihren Trägern in der Musik spielen. Die Komposition war ein Experimentieren mit Elementen, von denen ich vermutete, daß sie für das Zustandekommen von Musik verantwortlich sind und es ging dabei um den Versuch Quantitäten in Qualitäten umschlagen zu lassen. Es ging um gesetzte und passierte Formung, um die Unschärfen Gestalt, Abschnitt, Werk, Bedeutung, um die Grauzonen zwischen Berieselung und Konzentration, zwischen Flüchtigkeit und Präsenz, zwischen Suggestion und Argument. Ich spekulierte auf die Entstehung einer Art strukturellen Interferenz, auf Schwebungen innerhalb des messenden, kulturell geprägten, erwartenden Ohrs. Komponiert ist ein Regelwerk von Verfahrensweisen, das hier, um es konkret zu machen, für die Klavier solo-Version von JEU DE CHIFFRES 2 kurz zusammengefaßt sei: Ich danke Stefan Dettlinger für die Realisation der Uraufführung, die mir in ihrer Klarheit und Konzentration ein wichtiges Erlebnis war. Stefan Streich, Nov. 1996 |
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